Flexible Grundschule

Die Flexible Grundschule an der Erich-Kästner-Schule

„Zu Beginn der Schullaufbahn haben Kinder sehr unterschiedliche Ausgangsbedingungen: Elternhaus, Kindergarten, Migrationshintergrund und vor allem der individuelle Entwicklungsstand sind nur einige der Faktoren, die zu unterschiedlichen Startchancen beitragen.“

Die Flexible Grundschule soll diesen unterschiedlichen Entwicklungsständen von Kindern gerecht werden. In einer jahrgangskombinierten Klasse lernen Erst- und Zweitklässler miteinander. Kinder können sich hier, je nach individuellem Lerntempo, die Grundfertigkeiten des Lesens, Schreibens und Rechnens zuverlässig aneignen. Dafür lässt ihnen die Flexible Grundschule ein, zwei oder auch drei Jahre Zeit. Das dritte Jahr ist kein Wiederholungsjahr, sondern eine individuelle Verweildauer in der Klasse.

Die Flexible Grundschule ist ein Projekt des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus und der Stiftung Bildungspakt Bayern. Die Erich Kästner Schule wurde von der Regierung von Mittelfranken hierfür ausgewählt. Bayernweit nehmen 19 Schulen daran teil. Dabei erhalten sie fachliche Unterstützung durch das Institut für Schulqualität und Bildung (ISB) München.

Mit dem Beginn des Schuljahres 2010/11 startete das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus in Kooperation mit der Stiftung Bildungspakt Bayern an 20 ausgewählten Grundschulen in Bayern den Modellversuch „Flexible Grundschule“.

Die Erich-Kästner-Grundschule ist an diesem Modellversuch beteiligt. Als koordinierende Lehrkraft fungiert Frau Brigitte Beckmann. Mittlerweile werden vier Klassen in der Eingangsstufe jahrgangsgemischt unterrichtet.

Merkmale und Aufgaben der flexiblen Grundschule

–      offene Unterrichtsformen mit der Möglichkeit für Schüler auf individuellem Niveau arbeiten zu können

–      gebundener Unterricht mit differenzierenden Aufgabenstellungen

–      Neue Formen der Leistungserhebung (Referate/Portefolio/Passsyteme…)

–      äußere bzw. innere Differenzierung durch eine 2. Lehrkraft

–      Lernstandsdiagnosen

–      Lerngespräche mit Eltern und Schülern ersetzen das Zwischenzeugnis

–      Rechtliche Sonderstellung (1-3jährige Verweildauer/ keine Anrechnung auf die Schulbesuchsjahre)

–      Gestaltung von Übergängen (Kiga/GS, GS/weiterführende Schulen)

–      Förderung sozialer Kompetenzen

–      Klassenstärke kleiner/gleich 25

Der Schulversuch wurde im Schuljahr 2012/13 um 60 weitere Grundschulen in Bayern erweitert. Die Erich-Kästner-Grundschule betreut und berät drei der neuen „Flexiblen Grundschulen“ bei der Neuorganisation der Schuleingangsstufe.

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